Jisp

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Jisp ist eigentlich so klein, dass man es auf der Landkarte gerne einmal übersieht. Auch heute noch wohnen hier kaum 1000 Menschen. Doch Jisp muss man einmal gesehen haben, einmal erlebt haben, einmal das unglaubliche Feeling einer kleinen Gemeinde mit wahrhaft großen Ereignissen einzufangen.

Jisp erste urkundliche Erwähnung stammt bereits aus dem Jahre 956. Und mag es kaum glauben, aber Jisp kennt alle Geschichten und Zeiträume der Entwicklungen in der Provinz Noord-Holland. Jisp überstand Stürme, wurde von Meer mehrfach eingefangen, das Land rund herum mal Moor, mal Meer, heute ein Polderland. Hier gab es Fischerei, Handwerk, Klompen wurde hergestellt, man erlernte, wie man Land gewinnt, Schleusen baut, Windmühlen betreibt und ernährte sich selbst mal von Fischfang, mal von Touristen, dann wieder von der Natur, Land und Weide, genoss die Zeit der Goldenen Jahre im 17. Jahrhundert und besaß mehrere spektakuläre Walfänge. Keine Generation vererbte das Wissen der anderen, den Jisp wurde unweigerlich in jedem Jahrhundert neu erfunden.

In der Manie des heutigen Fremdenverkehrs lassen sich alle historischen Spuren Jisp wiederentdecken. Mühlen stehen am Rand der Polder. Das Beemstermeer lockte einst reiche Kaufleute in die Gemeinde, deren Häuser den Charakter von Jisp bilden. Das Beemstermeer ist heute Teil von Acker, Moor und Wiesen. Und dennoch beherrscht das Wasser die Anziehungskraft zu Jisp. Das Jisperveld lockt mit seinem Wasserreichtum Wanderer, Familienurlauber, Hausbootbesitzer und Kanuten gleichermaßen an.

Unvergessen bleiben die mit Blumen geschmückten Balkone, Terrassen und Vorgärten von Jisp und manch ein Klompen (bemalter Holzschuh) aus Jisp weckt noch zu Hause Erinnerungen an ein so kleines aber wunderschönes und abwechslungsreiches Jisp.

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