Wormerveer an der Zaan: Uferfront und Industriegeschichte

File:Wormerveer-Marktstraat 91.jpg File:Wormerveer-Marktstraat 91.jpg Foto: Steven van der Wal via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 nl

Uferfront an der Zaan

Wormerveer ist das einzige Zaan-Dorf mit einer offenen Uferfront. Die Häuser an Wormerveers Uferfront zur Zaan sind mit ihren Eingangstüren auf den Fluss ausgerichtet, sodass die Bewohner ihre Fabriken am gegenüberliegenden Ufer sehen konnten. Der Turm von De Adelaar mit dem Adler an der Spitze erfüllt am Westufer der Zaan eine Landmarkenfunktion.

Die Zaanbocht in Wormerveer vereint besondere Geschäfte, gesellige Gastronomie und einen schönen Blick auf die Zaan. Damit gehören Wasserbezug, historisches Arbeitsleben und ein lokaler Einkaufs- und Gastronomiebereich zu den klar erkennbaren Facetten des Ortes.

Architektur mit industrieller Vergangenheit

Das Wilhelminapark Wormerveer wurde am 17. April 1899 von Königin Wilhelmina feierlich eröffnet. Nach einem Brand im Jahr 1906 wurde De Adelaar im Jahr 1908 von den Amsterdamer Architekten J. P. F. van Rossem und W. J. Vuijk sowie dem Bauunternehmer Mart Stam wiederaufgebaut.

Das Fabrikgebäude De Arend im Komplex der Cacaofabriek Boon wurde 1916 aus Stahlbeton nach einem Entwurf von Mart J. Stam errichtet. De Arend gilt in den Niederlanden als frühes und bedeutendes Beispiel für Betonskelettbau mit expressionistischen Formen und Art-Déco-Einflüssen. Das Gebäude De Jonge Prins ist ein hölzernes Haus aus dem 18. Jahrhundert mit einem vorkragenden Obergeschoss und einer vorkragenden Giebelfassade.

Das Blaauwe Hof in Wormerveer wurde 1766 von dem Papiermacher Dirck Blaauw als frühe Form des sozialen Wohnungsbaus mit zwanzig hölzernen Wohnungen für die Beschäftigten seiner Papiermühlen errichtet. Das Blaauwe Hof ist das letzte erhaltene hölzerne Hofje der Niederlande. Ein Hofje bezeichnet traditionell eine Anlage mit kleinen Wohnungen, die um einen gemeinsamen Hof gruppiert sind.

Das Wormerveerse Vermaning wurde in den Jahren 1830 und 1831 nach einem Entwurf des Amsterdamer Architekten Hendrik Springer errichtet und von dem Meistertischler Willem Springer ausgeführt. Das vierzehn Meter hohe Gebäude ist neoklassizistisch gestaltet und besitzt ein halbrundes Fenster sowie eine Eingangsumrahmung mit zwei dorischen Säulen und einem Giebel. Das Wormerveerse Vermaning hat seine öffentliche Funktion bewahrt; regelmäßig finden dort Konzerte, Vorträge und Ausstellungen sowie weitere Veranstaltungen statt.

Park und Friedhof

Der allgemeine Friedhof in Wormerveer ist seit 2017 ein kommunales Denkmal. Auf dem allgemeinen Friedhof in Wormerveer stehen die ältesten Bäume der Gegend, in denen zahlreiche Graureiher nisten. Das Wilhelminapark gehört zu den wenigen niederländischen Parks in Privatbesitz.

Wanderroute und regionale Küche

Die Wormerveer-Wanderroute beginnt am Bahnhof Wormerveer und führt an Fabriekswand Wormerveer vorbei, einem historischen Industrieareal mit ehemaligen Reismühlen und Lagerhäusern. In der Nähe des Bahnhofs Wormerveer gibt es einen Verleih von Fahrrädern und E-Bikes.

Bei Hemels werden die Mittagsgerichte möglichst aus biologischen Produkten aus der Region zubereitet.

Weitere Ziele im selben Zielgebiet sind Zaandijk, Zaandam, Westzaan, Assendelft, Koog Aan De Zaan und Zaanstad.

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