Hoofdplaat: Hooge Platen, Wanderwege und Geschichte
Wasserlandschaft und Tierbeobachtung
Bei Ebbe umfassen die Hooge Platen etwa 1.800 Hektar Schlick- und Sandbänke. Für Vögel, Fische und Robben sind sie ein bedeutendes Rast-, Nahrungs- und Brutgebiet.
Die Hooge Platen selbst sind nicht zugänglich. Betrachtet werden können sie vom Deich, von der Vogelhütte bei Nummer Een oder während einer Bootsfahrt über die Westerschelde. Vom Steiger Hoofdplaat aus gibt es ebenfalls eine gute Aussicht auf die Hooge Platen; dort können verschiedene Vögel und Robben beobachtet werden. Die Perspektive wechselt dabei zwischen festen Punkten am Land und der Bootsfahrt über die Westerschelde.
Das Strandje bei Hoofdplaat ist ein aufgeschütteter Strand, der bei schönem Wetter von Einwohnern und Besuchern genutzt wird. Der Steiger richtet den Blick auf die Hooge Platen, während das Strandje einen eigenen Abschnitt am Wasser bildet.
Pflanzen und Boden in der Inlaag
Inlaag Hoofdplaat weist besondere Pflanzen auf. Dazu gehören zilt torkruid, zilte rus, zilte zegge, Groenknolorchis, vleeskleurige orchis und kleinbloemige salie. Durch die vielen Muscheln im ehemaligen Meeresboden hat die Inlaag Hoofdplaat einen kalkreichen Charakter. Die Bodenbeschaffenheit gehört hier unmittelbar zur Beschreibung des Naturraums.
Wege rund um Hoofdplaat
„'t Ommetje“ ist ein Wanderweg rund um Hoofdplaat und 6 km lang. Im Jahr 2007 gewann „'t Ommetje“ den Wettbewerb „’t Mooiste ommetje van Zeeland“. Die Streckenlänge von sechs Kilometern gibt für die Runde um Hoofdplaat einen konkreten Rahmen. Der Weg bleibt dabei rund um den Ort geführt.
Der außendeichs verlaufende Rad- und Wanderweg zwischen Hoofdplaat und Nummer Een wird von Besuchern und Einwohnern zum Radfahren und Wandern genutzt. Die Route zwischen den beiden Orten unterscheidet sich dadurch vom Rundweg um Hoofdplaat. Für Radfahrende und zu Fuß Gehende sind beide Nutzungen auf diesem Weg ausdrücklich verbunden.
Die jährlich Anfang November stattfindende Bevrijdingsmars Hoofdplaat–Knokke startet am Oorlogsmonument Spuikom und ist etwa 33 km lang. Der Marsch ist damit deutlich länger als „'t Ommetje“ mit 6 km. Für die Planung der Strecke sind der Termin Anfang November und die ungefähre Länge von 33 km die maßgeblichen Eckdaten.
Geschichte und Erinnerungsorte
Die N.H. Kerk in Hoofdplaat wurde von 1783 bis 1785 erbaut. Am Gedenkort an der Spuikom steht außerdem die Skulptur „Vreemde vogel“, die von J. Boekhout entworfen wurde. Kirche und Skulptur gehören zu zwei unterschiedlichen Ortsbezügen: Die eine steht für eine datierte Bauzeit, die andere für ein Kunstwerk am Gedenkort.
Nachdem Hoofdplaat vom Sturm von 1953 verschont geblieben war, errichteten katholische Einwohner die Kapelle „Onze Lieve Vrouw van de Zaterdag“. Ihre Entstehung fällt somit in die Zeit nach dem Sturm von 1953. Die Kapelle ergänzt die historischen Bezugspunkte von Kirche und Gedenkort um einen weiteren Sakralbau.
Weitere Ziele: Aardenburg, Oostburg, Cadzand, Cadzand-Bad, Schoondijke, Eede, Groede und Nieuwvliet.
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