Oostburg zwischen Het Groote Gat und Wiederaufbaugeschichte
Oostburg zwischen Wasserlandschaft und Geschichte
Oostburg grenzt an das Naturschutzgebiet Het Groote Gat. Das Groote Gat besteht aus einer großen Kreek, die von Schilffeldern, Sträuchern, Hecken, Kopfweiden und feuchtem Grasland umgeben ist. Im Groote Gat sind noch heute Forts der Staats-Spaanse Linies aus dem Achtzigjährigen Krieg sichtbar. Eine frei zugängliche Vogelbeobachtungshütte liegt ebenfalls im Groote Gat. Das Groote Gat kann von der Kaas en Broodsedijk aus über einen Steg durchquert werden. Die Hütte und der Steg markieren dabei zwei unterschiedliche Punkte im Gebiet: Hier steht die Vogelbeobachtung im Vordergrund, dort die Querung über die Wasserfläche.
Ab dem 10. Jahrhundert entwickelte sich Oostburg zu einer blühenden Hafenstadt mit Zugang zum Meer über einen Seitenarm des Zwin und zur Schelde. Um 941 ist Oostburg in einer Besitzliste der Genter Sint-Pietersabdij als „castrum Osburgh“ verzeichnet. Im September und Oktober 1944 wurde Oostburg bombardiert und vollständig zerstört. Nach dem Krieg entstand die Stadt in sogenannter Wiederaufbauarchitektur neu. Die Hafenvergangenheit und die Zerstörung von 1944 stehen dabei neben einer Stadtgestalt, die erst nach dem Krieg neu geschaffen wurde.
Gebäude, Denkmäler und Erinnerungsorte
Das Gebäude des Ledeltheaters geht auf eine 1689 von nach West-Zeeuws-Vlaanderen gekommenen Hugenotten gegründete Kirche zurück. Ein Betonrelief an der Fassade des Ledeltheaters stellt die Aktivitäten des Theaters dar. Das Kriegsmuseum Switchback befindet sich am Rand des Zentrums von Oostburg. Der Standort der heutigen Sint-Elooikerk in Oostburg blickt auf eine fast 2.000-jährige religiöse Geschichte zurück.
Das Eenhoorn-Denkmal in Oostburg wurde 1952 von Frau Messer-Heijbroek entworfen. Der Eenhoorn symbolisiert den Mut und die geistige Kraft, Oostburg nach einer Zerstörung immer wieder aufzubauen. Das Kriegsdenkmal in Oostburg ist eine abstrakte Skulptur aus Edelstahl auf einem Natursteinsockel. An den vier Seiten des Sockels sind die Namen und Lebensalter von 140 Opfern angebracht. Das Kriegsdenkmal in Oostburg erinnert an die Bombardierung Oostburgs im Oktober 1944. Das Eenhoorn-Denkmal und das Kriegsdenkmal setzen dabei unterschiedliche Schwerpunkte: Das eine steht für den Wiederaufbau, das andere nennt die Opfer mit Namen und Lebensalter.
Am Watertoren Oostburg befindet sich das Kunstwerk „De Druppels“ von Johnny Beerens. Die Gemeinde Oostburg gab das Kunstwerk 1995 in Auftrag. Der 55 Meter hohe Watertoren Oostburg ist der höchste Aussichtspunkt in West-Zeeuws-Vlaanderen.
Markt, Radroute und Hallenbad
Der Wochenmarkt von Oostburg findet jeden Mittwoch von 08:00 bis 16:00 Uhr auf dem Markt und dem Ledelplein im Herzen von Oostburg statt. Die Radroute „Route door Zeeuws-Vlaanderen“ führt über Het Groote Gat nach Oostburg. Der Mittwochstermin des Marktes gibt dem Zentrum einen festen Wochenrhythmus, während die Radroute den Naturraum mit Oostburg verbindet. Das Hallenbad de Eenhoorn in Oostburg verfügt über ein 25-Meter-Becken mit sechs Wettkampfbahnen. Im Hallenbad de Eenhoorn in Oostburg wurden tagsüber vor allem Freizeitschwimmen, Schulschwimmen, Schwimmunterricht und Aktivitäten wie MBVO, also mehr Bewegung für ältere Menschen, angeboten.
Weitere Ziele: Retranchement, Nieuwvliet-Bad, Schoondijke, Sluis, Cadzand, Cadzand-Bad, Hoofdplaat, Groede.
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