Schokland

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Schokland ist eigentlich kein richtiger Ort und dennoch ist Schokland gleichbedeutend wie viele andere Gemeinden in der nahen Umgebung. Die Bauern, die hier auf Schokland leben und sich auf ein etwa 100 ha großem Areal verteilen, wissen ihr Land, ihre Insel wert zuschätzen, erzählen Geschichten, die beinahe unglaubwürdig klingen, wären da nicht das Land selbst, welches genug Beweise für Wahrheiten liefert.

Schokland stand in größter Handelsblüte, betrieb im sogenannten Goldenen Jahrhundert der Niederlande einst Handel mit den Kolonialgebieten. Alle Schiffe waren beim Passieren verpflichtet, einen Zoll zu zahlen. Doch Schiffe entdeckt man hier heute keine mehr. Der Hafen Schokland hat nicht einmal mehr ein Meer. Die Insel, die sie einst tatsächlich war, sie gibt es nicht mehr.

Der Torfabbau war lange ein Lebenselixier. Doch in der Folge sank die Insel. Wasser zerstörte Hab und Gut, man flüchtete, notfalls mit Gewalt. Was bliebt war Sand und nur wenige Häuser. Mit dem Ziel, das Land und die Bewohner der Niederlande vor weiteren Wassermassen zu schützen, entstand das Projekt Deichbau und Landgewinnung. Langsam senkte sich der Wasserspiegel und gab Stück für Stück Schokland wieder frei. Heute werden auf den Gehöften immer wieder kuriose und weltzeitliche Entdeckungen gemacht. Immer wieder finden sie Zeugnisse aus der Vergangenheit, ehrwürdige Dokumente sowie Mammutknochen, Keramik, Steingut und Werkzeuge.

Die UNESCO empfand dieses Land, Schokland, als so bedeutungsvoll, dass es heute zum Unesco-Kulturerbe erklärt wurde.

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