Mata-Hari

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Margreet Zelles wird sie genannt, als sie am 07. 08. 1876 das Licht der Welt erblickte. Sie ist eine Frau, die bis in die heutige Zeit Anlass für Kritik und Würdigung gibt, um deren Taten man frivol streitet oder neidvoll anerkennt. Sie ist Dita Von Teese des vergangenen Jahrhunderts und nannte sich selbst Mata Hari.

Das angepasste Leben der Mata Hari

Margreet Zelles begann ihre Karriere schlicht, adrett, angepasst mit einer Ausbildung als Kindergärtnerin. Doch in ihrer friesischen Heimat Leeuwarden beschrieb man sie nach einer Liaison mit einem älteren Herrn, der auch noch Schuldirektor war, als „Das friesische Flittchen“. Ob sie aus diesem Grund, die Schande zu umgehen schnell heiratet, vermag nur sie einzuschätzen. Aus der Ehe mit dem gut 20 Jahre älteren Rudolph Macleod gingen zwei Kinder hervor und eine lange Reise nach Ostindien. Ihr Sohn starb bereits 1899. Als sie nun als Margreet Macleod in die Provinz Friesland zurückkehrte, scheiterte die Ehe und sie ging mittellos nach Paris.

Mata Hari in Paris

Sie nahm Tanzunterricht, versuchte sich als Modell für die Pariser Maler und genoss eher sperrlichten Ruhm mit orientalischen Tänzen. Doch dies veranlasste Margreet sich einen Künstlernamen zuzulegen. Als Mata Hari – Auge des Tigers gelangen ihr erste öffentliche Auftritte. Ihr Talent indes lag in ihrer erotischen Ausstrahlung, und als Mata Hari dann begann, sich Stück für Stück zu enthüllen und nackt zu tanzen, schlugen Begeisterung und die Regenbogenpresse um eine Mata Hari.

Medienrummel und die Spitze der Karriereleiter

Geschichten, die an Märchen aus Tausend und einer Nacht glichen, gelangten nun in die weltweiten Medien. Gekonnt in Szene gesetzt erlangte Mata Hari Anerkennung in allen Gesellschaftsschichten und gewann Auftritte, die bis in die Mailänder Scala reichten.

Der Mord an Mata Hari

Der Erste Weltkrieg veränderte auch das Schicksal der Mata Hari. Sie wurde erst von der deutschen Spionageabwehr, dann aus Frankreich angeworben und diente als Doppelagentin. Man vermutet, dass die Deutschen ihre durch Mata Hari erreichten Kenntnisse als wertlos erachteten bzw. gar nicht weitergeleitet hat und das Deutsche die Verhaftung der Mata Hari herbei provozierte. Als bekannteste „Hure der Welt“ wurde sie am 15. 10. 1917 exekutiert.

Posthume Aufhebung des Todesurteils

Ihr zu ehren ist im Friesischem Museum Leeuwarden eine Dauerausstellung gewidmet. Eine nach ihr benannte Stiftung setzt sich dafür ein, dass der Prozess der Mata Hari neu aufgerollt wird, und verlangen eine posthume Aufhebung des Todesurteils.

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