Oostvaardersplassen

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Die Gerüchteküche, ob die Einbürgerung von Wölfen schuld daran sei, warum man das riesige Feuchtgebiet Oostvaardersplassen nur in einem kleinen Bereich besichtigen kann, halten sich immer noch hartnäckig. Es gab den Plan hier Wölfe anzusiedeln, um hier den natürlichen Bestand der Pflanzenfresser aufrecht zuerhalten. Doch Wölfe benötigen ein weitaus größeres Jagdareal als das des Oostvaardersplassen und so entfiel die Idee der Raubtiere nur auf Mader, Iltisse und Füchse.

Der Oostvaardersplassen ist ein Naturschutzgebiet zwischen Almere und Lelystad im nordöstlichen Raum der niederländischen Provinz Flevoland, zur Zeit etwa 6000 ha groß. Pläne angrenzende Räume mit in diesen Raum zu integrieren, werden bereits erfolgreich umgesetzt. Oostvaardersplassen soll den Artenreichtum und die Größe eines Nationalparks erreichen.

Doch diese Entwicklung war ursprünglich nicht so vorgesehen. Die Fläche sollte einst für industrielle Zwecke genutzt werden. Doch wären der Süden des Polderlandes von Flevoland erfolgreich trockengelegt werden konnten, blieb der Nordosten anfänglich nur verschont. Dann waren Techniken zu teuer, und als es auch noch hieß, das Öl und Gas in einer Krise steckten und gleichzeitig man bemerkte, wie reif und fortschrittlich sich die Natur ein neu gewonnenes Land erobert hatte, entschied man Oostvaardersplassen weiterhin natürlich gedeihen zu lassen. Selbst beste Naturforscher waren von der rasanten Entwicklung von Flora und Fauna gnadenlos erstaunt. Noch sind erst 250 Arten in der Flora gezählt worden. Die Population der Vögel jedoch ist bereits immens und sogar Vögel, die vor dem Aussterben bedroht waren, haben in diesem neuen Lebensraum ihre Chance gesehen, sich auf natürliche Weise zu vermehren.

Dieses noch artenarme Naturschutzgebiet ist eines der jüngsten Naturreichtümer überhaupt. Damit sich hier weiterhin alles ganz ohne große Beeinflussung durch den Menschen natürlich wachsen kann und darf, ist das Naturschutzgebiet noch für den Menschen als Touristenhighlight überwiegend nicht zugänglich. Nahe dem Besucherzentrum existieren bereits dennoch erste Wanderwege. Diese führen zu den Beobachtungspunkten für die Rast-und teilweise Brutplätze der verschiedenen Vogelarten.

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