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Kloster Ter Apel

Das Kloster Ter Apel liegt in Westerwolde im Südosten der Provinz Groningen, nahe der deutschen Grenze. Es wurde ab 1465 als Kloster der Kreuzherren errichtet und trägt den lateinischen Namen Domus Novae Lucis – Haus des Neuen Lichts. Das mittelalterliche Kloster ist heute ein Museum für Kloster- und Kirchengeschichte sowie religiöse Kunst.

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Von der Schenkung zum Kloster

Der Priester Jacobus Wiltingh übergab 1464 sein Gut bei Apell dem Orden vom Heiligen Kreuz unter der Bedingung, dort ein Kloster zu errichten. Ein Jahr später kamen Brüder aus dem Mutterkloster Bentlage und begannen mit dem Bau. Die Anlage entstand über nahezu ein Jahrhundert bis 1561. Als Westerwolde 1593 protestantisch wurde, legte der letzte Prior Johannes Emmen sein katholisches Amt ab und wurde Prediger. Gemeinsam mit seiner Frau führte er im Kloster ein Gasthaus. Die Kanoniker durften zunächst bleiben, solange sie keine katholischen Messen lasen; der letzte starb 1614. Kurz darauf fiel das Kloster an die Stadt Groningen.

Im 20. Jahrhundert wurde der Gebäudekomplex restauriert. Zwischen 1930 und 1933 setzte eine umfassende Wiederherstellung ein. 2001 wurde die im 18. Jahrhundert verlorene Westflügelanlage nach einem Entwurf der dänischen Architekten Johannes und Inger Exner wieder aufgebaut. Das Museum gibt damit sowohl die mittelalterliche Grundform als auch die späteren baulichen Veränderungen zu erkennen.

Räume und Klostergarten

Zu den erhaltenen Teilen gehören Kirche, Kreuzgang und ehemalige Gemeinschaftsräume. Das Refektorium, die Schlafzellen und die Kräutergärten vermitteln unterschiedliche Bereiche des klösterlichen Alltags. Im Museum werden Ausstellungen zur Klostergeschichte und religiösen Kunst gezeigt; hinzu kommen wechselnde Ausstellungen und Angebote für Familien.

Das Kloster liegt in einer bewaldeten Enklave, die von Wander- und Radwegen durchzogen ist. Der Wald umfasst rund 200 Hektar; die Klostergartenanlage beherbergt mehr als 200 Pflanzenarten. Der Landschaftsraum Westerwolde verbindet Wald, Heide, Bachtäler und historische Siedlungen und lässt sich mit Wegen im umliegenden Wald erkunden. Als Kloster des Kreuzherrenordens gehört Ter Apel zur religiösen Geschichte der Niederlande. Der letzte Chorherr lebte hier bis 1614; der erhaltene Komplex dokumentiert damit Wandel und Fortbestand niederländischer Geschichte vom Mittelalter bis in die Frühe Neuzeit. Kirche, Kreuzgang und Wirtschaftsgebäude machen das Kloster zu einer der besonderen historischen Sehenswürdigkeiten des Landes.