Bataviawerf

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Die Batavia gehört mit zu den wohl spektakulärsten Sehenswürdigkeiten der Niederlande. Doch das Schiff im Hafen von Lelystad, Hauptstadt der Provinz Flevoland, besitzt keine originales Teil der ursprünglichen Batavia. Die originale Batavia, ein legendäres Handelschiff der Vereinigten Ostindischen Compagnie, galt als unsinkbar, und sank dennoch ähnlich wie die Titanic nur bereits schon im Jahre 1629, auf ihrer Jungfernfahrt vor der Küste Australiens.

Das Wrack der eigentlichen Batavia befindet sich im West-Australian Maritime Museum in Fremantle. Hier in Lelystad befindet sich eine perfekt nachgebaute Kopie, deren Schönheit, Glanz und Anmut zugleich Symbolkraft für die Stadt Lelystad ist.

Die Idee die dreimastige Batavia in Lelystad wieder aufstehen zu lassen hatte der Holzbootbauer William Fox. Als Jugendprojekt ausgeschrieben wurden auf der ganzen Welt nach Archiven gesucht, die von der Batavia auf welche Weise auch immer berichtet. Man klammerte sich an Reisebeschreibungen aus dem Goldenen Jahrhundert der Niederlande, suchte nach Gemälden, Bildarchiven. Man forschte in historischen Archiven und Museen. Dem größten Dank bei der Recherche gilt dem benanntem Museum in Australien und ebenso den Untersuchungen an dem vor Stockholm gesunkenem Schiff Vasa.

Heute ist das Schiff, nur leicht durch einen aktuellen Brand beschädigt, ein Erlebnis für die ganze Familie, eine Reise in das 17. Jahrhundert und ein wahrer Augenschmaus zwischen Kajüten, Kombüsen, Lagern und Kanonen einer handelsreichen Seefahrtsgeschichte. Nebenbei kann den Handwerkern auf der Bataviawerf über die Schulter geschaut werden. Diese sind derzeit mit einem neuen Schiff, den „Zeven Provincien“ beschäftigt. Dieses Segelschiff gehörte einst dem Seefahrer Michiel de Ruyter. Die „Zeven Provincien“ war einst sein Flaggschiff.

Man munkelt, dass ein Nachbau einer Fähre aus dem 15. Jahrhundert in Planung ist und im Anschluss Flevoland bereichert wird.

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