Den Burg - Texels Inselhauptstadt

Den Burg Die gemütliche Inselhauptstadt von Texel, Den Burg.
(4.5) Bewertungen: 6

Den Burg ist der größte und älteste Ort auf der Insel Texel und deren Zentrum. Hier sitzt nicht nur der VVV von Texel, in Den Burg findet man das Insel-Kino und das Schwimmbad.

Rund 6000 Menschen leben in Den Burg, in der Saison findet man mehr als doppelt so viele auf den Straßen – Urlauber mit der Wattenmeer Insel Texel als Urlaubsziel. Rund 30% der Urlaubsgäste sind aus Deutschland.

Ältester Ort auf Texel

Den Burg als größte Gemeinde auf Texel ist zugleich auch die älteste Gemeinde. Bereits 1356 wurde erstmals urkundlich erwähnt und schon viel früher soll auf dem Platz eine friesische Burg gestanden haben. Im Herzen einer ringförmigen Straßenanordnung befinden sich heute die evangelische Kirche und der Marktplatz.

Den Burg lädt zum Bummeln und Shoppen ein. Jeden Montagmorgen gibt es einen Markt im Zentrum. Viele kleine Geschäfte, vom Bäcker bis zu Boutiquen, liegen an der Fußgängerzone. Die Hotels, Cafés und Restaurants in Den Burg sind auf die vielen Touristen eingestellt und in den Sommermonaten gut besucht. Man spricht auch Deutsch und Englisch.

Einen Besuch wert ist die Oudheidkamer, das Heimatmuseum von Texel, auf der Kogerstraat 1. Zu sehen ist ein tiefer Einblick in das Leben der Seefahrer-Familien, die oft monate- oder jahrelang auf die Rückkehr der Seeleute warteten.

Hotel De Lindenboom

De Lindeboom

Hotels auf Texel liegen auf der ganzen insel verteilt, einige auch in Den Burg. Mitten im Herzen der Ortschaft, am Marktplatz von Den Burg, liegt gleich „das beste Haus am Platz“, das Hotel De Lindeboom. Neben den gemütlichen Zimmern gehören gleich zwei Restaurants zum Haus. Zum einen die Brasserie, in der man zu jeder Tageszeit mit Blick auf den Marktplatz von Den Burg lecker regionale Küche mit regionalen Produkten essen kann. Außerdem das „Het Schoutenhuys“, ein Restaurant mit exquisitem Angebot. Serviert werden „Gerechies“, Texels Antwort auf spanische „Tapas“. Ein Gericht von Gerechies besteht aus vielen verschiedenen „Häppchen“, dazu gibt es auserlesenen Wein oder das lokale Bier.

Das Nachtleben von Texel

Von einem Nachtleben auf Texel zu sprechen, ist dann doch vermessen. Den Burg hat in seinem gemütlichen Zentrum einige Kneipen anzubieten, die auch am Abend offen stehen. Lohnend ist zum Beispiel die Taverne De Twaalf Balcken auf der Weverstraat mit einer großen Auswahl verschiedener Biere und einer kleinen aber feinen Speisenkarte. Man stolpert auch über das direkt danebengelegene Café „Op De Steenenplaats“ mit der großen Terrasse. Innen bietet sich im Gastraum das Gefühl eines englischen Pub – nur mit besserem Bier und Essen.

VVV Texel in Den Burg

Texels VVV

In Den Burg liegt auch der Fremdenverkehrsverein von Texel, der VVV Texel. Der VVV ist vor Ort die erste Anlaufstelle für Urlauber: Von Informationen rund um das Reiseziel Texel über die Kontakte zu den Gastgebern bis zu vielen Produkten aus Texel bekommt man im VVV Texel auf der Emmalaan 66 in Den Burg alles, was das Urlauberherz begehrt.

Georgischer Friedhof

Der georgische Friedhof „Loladse“ ist eine recht ungewöhnliche Sehenswürdigkeit etwas außerhalb von Den Burg an der Grenze zu Oudeschild. Am Ende des zweiten Weltkriegs fand auf Texel die „letzte Schlacht“ statt.

Während auf Texel den gesamten Krieg über praktisch keine Kampfhandlungen stattfanden, kam es in der Nacht zum Nacht 6. April 1945 zum Beginn einer blutigen Schlacht, die bis zum 20. Mai 1945, also fast zwei Wochen nach Kriegsende, andauerte. Georgische Soldaten, Angehörige des 822. Infanteriebataillons der "Georgischen Legion", waren als Nazi-Hilfstruppen auf der Insel stationiert und entschieden sich am Kriegsende, nun gegen Deutschland militärisch aufzubegehren. Schon in der ersten Nacht wurden fast 400 Deutsche Soldaten im Schlaf mit Messern niedergemetzelt.

Die mehrwöchige Schlacht auf Texel kostete insgesamt über 2000 deutschen Soldaten, fast 500 georgischen Soldaten und rund 145 Zivilisten (Texelaner) das Leben. Die Georgier sind zum großen Teil auf einem eigenen Friedhof neben dem Friedhof von Den Burg beerdigt – ein Mahnmal gegen den Wahnsinn des Krieges.

Foto: M.Lenk

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