Nationalpark De Biesbosch

(0) Bewertungen: 0

Er wird als der Dschungel der Niederlande bezeichnet und ist wahrhaftig ein Geflecht aus Wasserstraßen, Flussabläufen, durchzogen von den Armen des Nieuwe Merwede und letztendlich einer der letzten Süßwassergezeitengebiete Europas.

Der Nationalpark De Biesbosch verdankt seiner Entstehung einer der größten Naturkatastrophen der Niederlande, seiner Entwicklung dem Eingriff der Menschen in der Natur, erst zum Schaden, doch aus Fehlern lernend heute zur Rückgewinnung einer der wohl einzigartigsten Naturphänomene Europas.

Entstehung De Biesbosch

Eine Sturmflut brach in der Nacht vom 18. zum 19. November 1421 über die Region rund um die Stadt Dordrecht ein. Eine Sturmflut namens St. Elisabeth zerstörte über 70 Dörfer, töte 10.000 Menschen und nahm Besitz von mehr als 40.000 ha Land. Im Rückzug der Wassermassen blieben die Grote und die Zuid-Holland Waard. Doch die beiden Flüsse Maas und Rhein mündeten dann in diese kleinen Meere, brachte Sand und Schlicke mit. Langsam entstand dann hier ein Biotop aus Schilf, später Weide und Weidewälder.

Entwicklung De Biesbosch

Menschen begannen die Region einzupoldern. In deren Landgewinnung ernährten sie sich vom Schilfanbau, der Landwirtschaft, aber auch der Jagd nach Enten, Wildgänsen und dem Fischen nach Lachs. Unweit wurden Schleusen errichtet. Doch sie gefährdeten den Tidenhub so sehr, dass die Art der Flora und Fauna sich begannen, in ihren Arten auszutauschen. Grund genug, um nun das gesamte Gebiet zwischen Zuid-Holland und Noord-Holland zum Nationalpark zu erklären und Maßnahmen zu ergreifen, die dem Gebiet in erster Linie eine Rehabilitation ermöglichen, eine Jagd nur unter hohen Auflagen erstattet wird und der Tourismus zwar ermöglicht, aber im Sinne des Naturschutzes, der Arterhaltung und des Umweltschutzes.

Erlebnisse Nationalpark De Biesbosch

Mit zwei Nationalparkzentren mit ihren wandernden Ausstellungen und der Möglichkeit auf Flüsterbooten und mit Rädern den Nationalpark zu erkunden, wurde auf eine angenehme Art und Weise Tourismuswirtschaft und Naturerhaltung kombiniert.

Deine Meinung

Bewertung (5 ist super, 1 ist nicht so toll):  

Kommentar (0)

Keine Kommentare

Folgen auf Facebook oder Google+

 


Werbung

Letzter Artikel

Gracht in Giethoorn

Giethoorn
Grachten sind der Hauptverkehrsweg im autofreien Dorf Giethoorn. Der Ort liegt im Nationalpark Weerribben-Wieden und gilt als das Venedig von Holland. Besucher schätzen die Ursprünlichkeit des ehemaligen Torfstecher-Ortes und nutzen Giethoorn als Ausgangspunkt für Entdeckungen im Nationalpark.

Texelschaf

Texels schöne Männer
Wer sind eigentlich die "Hintermänner" einer so erfolgreichen Urlaubsdestination wie der Insel Texel? Viele schöne Menschen arbeiten dafür, das für die Inselgäste der Aufenthalt unvergesslich wird. Zum beispiel die schönen Männer von Texel.

Bierhäppchen auf Texel

Texel kulinarisch
Mehr als Fritjes und Fridandel: Viele Betriebe auf Texel setzen auf Slow Food und die lokale Marke "Echt Texels Product". Die Watteninsel bekommt damit ein ganz leckeres, kulinarisches Gesicht.