Nationalpark Drentsche Aa

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Er ist der wohl ungewöhnlichste Nationalpark der Niederlande und einer um den am meisten diskutiert wurde. Der Nationalpark Drentsche Aa ist in seinen Wesenzügen noch lange nicht festgelegt. Beispielhaft und aus diesem Grund schützenswert ist, dass die Drentsche Aa über Generationen hinweg sich stets ihren eigenen Weg bahnen durfte. Das ist eine Tatsache, die für die Niederländer nicht selbstverständlich ist. In einem Land, wo Sturmfluten das Leben und das Überleben bestimmten, waren Eingriffe in die Wasserlandschaften der Niederlanden oft der Lebensretter.

Doch die Landschaften an der Drentsche Aa waren stets etwas höher gelegen und so hielt sich der Mensch in diesem Gebiet weitestgehend aus der natürlichen Entwicklung der Landschaft heraus. Das Problem dieses Phänomen zu bewahren und zu erhalten und diese Landschaft zum Nationalpark zu erklären liegt darin, dass es genau diese doch als sicher geltende Landschaft war, die zur Besiedlung und zur landwirtschaftlichen Nutzung führte.

Doch mit einem sogenannten Bio-Plan wurde im Juni 2002 ein etwa 10.000 ha großes Areal im Dreieck Assen-Gieten-Glimmen zum Nationalpark Drentsche Aa erklärt. Der Bio-Plan sieht im Nationalpark vor, fünf wichtige Funktionen miteinander zu vereinen und in der Zukunft den schützenswerten Teil klarer herauszukristallisieren. Dabei soll das Wasser der Drentsche Aa weiterhin sich frei ihren Weg bahnen dürfen und die Entwässerung auf natürliche Art ermöglicht werden. In der Landwirtschaft möchte man erreichen, dass diese nach alter Kulturgeschichte bearbeitet werden, wie vor hundert Jahren Heu gemacht und Torf abgestochen werden. Die Natur darf sich ihren natürlichen Kreislauf stellen und dennoch werden mit Hilfe von kontrollierten Tagesausflügen, Radtouren und Wanderungen Freizeitaktivitäten möglich. Die bereits bestehenden Dörfer werden sensibilisiert und mit typischen Dorfangern und Bauernhöfen stets Parade stehen.

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