Nationalpark Sallandse Heuvelrug

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Der Nationalpark Sallandse Heuvelrug ist einer der wenigen Nationalparks der Niederlanden, deren Spuren aus der Entwicklungsgeschichte bis in die erste Eiszeit zurückführen lassen. Das ausgeprägte Hügelland der Niederlande erstreckt sich innerhalb der Provinz Overijssel zwischen den Orten Markelo und Ommen.


Zum Nationalpark Sallandse Heuvelrug gehören aber ebenso die sich auf einem sandigen Untergrund befindlichen Wälder aus Kiefern und Lerchen sowie das ausgedehnte Heideland, welches sich links und rechts wie Planken an den Ausläufern des langen Hügelzuges befinden. Die höchsten Erhebungen innerhalb des Hügelzuges sind mit 76 m über dem Meeresspiegel der Koningsbelt. Von hier ermöglicht ein Ausblick über das gesamte Areal des gut 5000 ha großen Nationalparks Sallandse Heuvelrug und von hier lässt sich die Geschichte der eiszeitlichen Prägung des europäischen Kontinentes sehr gut erklären. Anders als viele Orte in Deutschland, die mit der eiszeitlichen Prägung zu tun haben, ist der Hügelzug als Rand dieser dicken Eisscholle zu verstehen, die den ganzen Sand und die Steine seitwärts herausgeschoben haben. Diese Ausläufer sind der ersten Eiszeit vor rund 200.000 bis 150.000 vor Christus zuzuschreiben sind. Die zweite Eiszeit erreichte den Hügelzug nur noch mit seiner Kälte. Winde und Verwehungen sorgten für eine gewaltige Menge Sand, die den Hügelzug wachen ließ und auch die Region rund um den Sallandse Heuvelrug charakterlich formten.

Heute ist der Nationalpark Sallandse Heuvelrug ein stark ausgeprägtes Wandergebiet innerhalb der Niederlande, welches ebenso zu Reiterferien und Radtouren durch die Provinz Overijssel animiert. Karten und Informationen zu dem aber auch bestens ausgeschilderten Nationalpark Sallandse Heuvelrug erhält man in den Fremdenverkehrsvereinen und im Besucherzentrum in Nijverdal.

Der Nationalpark Sallandse Heuvelrug darf auch auf eigene Faust erkundet werden, dennoch sei gesagt, dass das Heideland in seiner Pflanzzeit und Brutzeit der hier einheimischen Birkhühner von Mitte März bis Mitte Juli gesperrt ist. In den Wäldern und auf dem Höhenzug selbst gibt es weitere Arten aus der Pflanzen-und Tierwelt, die hier eine Chance erhalten, geschützt und beinahe unberührt gedeihen und wachsen zu können.

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