Die Niederlande stellen gleich mehrere Dünen der Niederlande unter Naturschutz. Seit 1995 sind die so grandios unterschiedlichen Dünenarten in der Provinz Noord-Holland nicht nur das Noordhollands Duinreservaat sondern erhebt sich mit weiteren Landabschnitten zum Nationalpark Zuid-Kennemerland. Verwaltet, gehegt, gehegt und gepflegt und von sogenannten Strandräubern bewacht wird das gut 3000 ha große Areal durch eine kooperierende Gesellschaft bestehend aus der Provinz Noord-Holland, der Staatlichen Forstverwaltung Land Manager, staatliche Wasserwerk und NV EIGENEN Nord-Holland, private Eigentümer, die IVN sowie von den umliegenden Gemeinden Zandvoort, Haarlem, Bloemendaal und Velsen.
Der Nationalpark Zuid-Kennemerland ist weitestgehend autofrei. Bemerkenswert sind die verschiedenen Bereiche der Dünen, die jeder auf ihre eigene Art etwas ganz besonders darstellt. Kernpunkt sind die Kennemerdünen selbst, die teils Wanderdünen, teils bepflanzt sich wunderbar bewandern lassen. Die Midden-Herrendünen zeigen mit ihren Bunkern und Panzergräben aus dem 2. Weltkrieg eine ganz ander Nutzung des Noordhollands Duinenreservaat dar.
Auf den Wanderungen durch die verschiedensten Teile der Dünen versteht man nicht nur die Entstehung von Dünen, deren verschiedenen Gesichtern, die von Pielen, Dünentäler und natürlichen Dünenbewuchs, sondern begreift ebenso den zu schützenden Wert. Die Dünen bieten nicht nur einen gewissen Schutz für den Menschen, sondern ebenso für selten Vogelarten, Schmetterlingen, Libellen und an den bewaldeten Randlagen für Fledermäuse.
Der Mensch verstand aber auch, die Dünen für die Gewinnung von Land und Trinkwasser zu nutzen. Die Blumenfelder der Niederlande, die Amsterdamse Waterleidingduinen oder auch der Brower Kolk Park sind hierfür die besten Beispiele.