Die Mühlen in den Niederlanden spielten seit Gedenken eine wichtige Rolle. Ihre Vielfalt ist atemraubend, ihr Einsatz galt einst als Wirtschaftsfaktor.
Die Mühlen von Amsterdam befinden sich nahe der Stadt Zaanstad und sind heute ein frei öffentliches und zu jeder Jahreszeit ein zugängliches Freilichtmuseum. Man erzählt, dass einst mehr als 630 Mühlen die Region Zaanstreek en Waterland ernährten. Heute sind es nur noch einige wenige, aber jede für sich ist ein Erlebnis.
Die Mühlenbetreiber, die zum Teil hier wohnen, erzählen mit Stolz, dass sie ihre Mühlen im 17. Jahrhundert errichteten, weil sie es wollten, während alle anderen es wegen der Nordseestürme und Überschwemmungen mussten.
Sogenannte Poldermühlen gibt es in Zaanse Schans nur sehr wenige. Dafür reihen sich Getreidemühlen und Sägemühlen aneinander und ergeben im Gesamtbild das Openluchtmuseum Zaanse Schans und werden durch typische Zaanse Bauten, Geschäftshäuser und Wohnhäuser ergänzt.
Beinahe jede Mühle kann besichtigt werden. Das Knarren der Holzbohlen, das beschwerliche Besteigen der engen Holztreppen und der überwältigende Mechanismus der Zahnräder lassen erahnen, wie das Leben der Müller im 17. Jahrhundert sich gestaltete. Beinahe alle Mühlen können bei gutem Wind auch heute noch betrieben werden. Dann darf man den Menschen über die Schulter schauen und sehen, wie Kakao, Pfeffer, Senf zermahlen wird.
Alle Produkte können hier gegen einen kleinen Obulus erworben werden. Sie sind gewiss die schönste und genussreichste Erinnerung an einen Aufenthalt im Openluchtmuseum Zaanse Schans.