Mühlen in Holland

Mühle Kaapskill Texel Mühlen in den Niederlanden hatten verschiedenste Aufgaben - als Pumpen, Sägen oder Mühlen für das Korn.
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Man sagt, Holland ist das Land der tausend Mühlen. Und einst waren es noch viel mehr. Die meisten Mühlen in den Provinzen Hollands und in niederländischen Provinzen wie Overijssel, Friesland oder Flevoland sind noch heute betriebsbereit.

Gerade die beiden typischen Mühlenregionen, einmal nahe Amsterdam, am See Schermer und den Poldern in Kinderdijk nahe Rotterdam werden regelmäßig angetrieben. Doch heute gewiss nicht mehr, um das Land von Wasser zu befreien, Weidefläche oder fruchtbare Erde entstehen zu lassen. Heute sind einige direkt als Museumsmühlen ausgebaut, teils auch Wohnhäuser, aber in erster Linie werden sie zu Freude der Tagesausflügler, Urlauber und Kurzreisenden einmal vorgeführt. Beide Regionen stehen heute auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes.

Wassermühlen

Die Mühlen der Niederlande gelten als das Wahrzeichen des Königreiches, sind seit Jahrhunderten legendär und dennoch keineswegs von so romantischer Herkunft, wie sie sich heute präsentieren. Wer glaubt, dass die Niederlande nur Windmühlen, die Wasser schöpfen besitzen der irrt. Zwar wurden die meisten zu diesem Zwecke errichtet, wahre Kanäle, Schöpfwerke und die Poldergewinnung danach ausgerichtet, dennoch gibt es sehr verschiedene Arten der typisch holländischen Mühlen.

Bockmühlen

Die meisten Mühlen entstanden zwischen dem Ende des 15. Jahrhunderts und Mitte des 18. Jahrhunderts. Danach erleichterte Industrie und Mechanik die Arbeit der Menschen. Die oben genannten Mühlen sind typische Bockwindmühlen, eine Erweiterung der Bockmühlen. Während Bockmühlen zwar die älteste Form der Mühlen darstellt und man sie überwiegend zum Korn mahlen verwendet wurde, setzte man die Bockwindmühlen ein, um Wasser zu schöpfen. Hauptunterschied ist der pyramidenförmige Unterbau mit den Wasserrädern.

Holländermühlen

Ein ebenfalls weitverbreitetes Bild einer typischen holländischen Mühle ist die Holländermühle. Sie ähnelt sehr der Bergmühle. Die Bergmühle setzte man starr und unbeweglich auf eine hügelige Erdanhäufung, während die Holländermühle in der oberen Hälfte drehen lässt und somit die Produktion von Öl, Farbe oder gar Papier bei Winden aus allen Richtungen gewährleistet werden konnte.

Klein, fast unscheibar und dennoch bekannt ist der tjakser, welcher lediglich in kleinen Gewässern eingesetzt wird. Er besteht aus einer schrägen Achse und einem Seilgewinde, an deren Ende Flügen angesetzt werden.

Sägemühlen Paltrokmühlen

Die Paltrokmühle hingegen ist die Aufwendigste aller Mühlen. Auch sie entstand bereits im 16. Jahrhundert. Auf Rollen gesetzt lässt sich die gesamte Mühle drehen, diente oft als Sägewerk. Obwohl Baumhebewerk, Zerspanung und Sägewerk sehr viel Platz wegnahmen, fand dennoch die Familie zugleich unter dem Dach ein geregeltes Familienleben.

Die Mühlen der Niederlande und Holland sind teilweise denkmalgeschützt, teilweise heute ein Geschichten erzählendes Museum, teils Wohnraum aber stets eine Besichtigung wert, befinden sich doch alle ausnahmslos eingehüllt in einem zauberhaft weiten und flachen Land.

Foto: Markus Lenk

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